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aurelis: Ziele auch für 2009 voll erreicht

aurelis Real Estate GmbH & Co. KG
Datum
10.03.2010
Inhalt
Verkäufe für 230 Millionen Euro / Mieteinnahmen 92 Millionen Euro / Prozesse beschleunigt

Nachdem bereits im Jahr 2008 trotz des schwierigen Marktumfeldes ein gutes Ergebnis erzielt und der Businessplan übertroffen wurde, blickt die aurelis Real Estate GmbH & Co. KG mit Sitz in Eschborn auch 2009 auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Das Immobilienunternehmen, dessen Gesellschaftsanteile seit Dezember 2007 zu je 50 Prozent bei HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH und Redwood Grove International liegen, veräußerte rund 300 Grundstücke im Wert von 230 Millionen Euro.

Der von der Flächengröße bedeutendste Verkauf in 2009 waren ca. 243.000 Quadratmeter in Berlin Pankow. Seit dem Einstieg der neuen Gesellschafter im Dezember 2007 hat aurelis rund 660 Grundstücke im Wert von 662 Millionen Euro veräußert. Bei der Vermietung erzielte aurelis trotz des Verkaufs von etwa zwei Millionen Quadratmeter Flächen in 2009 stabile Einnahmen von 92 Millionen Euro.

Damit, so der Sprecher der Geschäftsführung, Dr. Joachim Wieland, habe man auch im zweiten Jahr der Krise das Verkaufsvolumen und die Profitabilität gegenüber der ursprünglichen Planung übertroffen. Dies sei möglich gewesen, weil man in den Vorjahren konzentriert daran gearbeitet habe, Projekte wie das Frankfurter Europaviertel oder das Düsseldorfer Quartier Central planerisch voranzutreiben. „Gleichzeitig haben wir unsere Vertriebsstrategie auf die Zusammenarbeit mit konservativ ausgerichteten, kapitalstarken Investoren konzentriert“, so Wieland. Durch gestraffte Prozesse habe man außerdem Entscheidungswege verkürzt und könne Beschlüsse in den Gremien nun schneller fassen.

Hohes Interesse an Wohnbaufeldern

„2009 gab es für wohnwirtschaftlich genutzte Flächen ein großes Interesse. Mit unserem vielseitigen Portfolio können wir strategisch auf die Marktentwicklungen reagieren,“ erklärt Wieland. „Unsere Grundstücke weisen oftmals Nutzungsmischungen auf oder das Baurecht lässt Flexibilität zu. Das ermöglicht uns, bei der Entwicklung und im Vertrieb die Nutzungen vorzuziehen, die vom Markt nachgefragt werden.“

Zudem sei es von Vorteil, wenn bei gemischten Quartieren mit der Entwicklung der Wohnbauflächen begonnen werde: „Das zieht Infrastruktur an den Standort, die Fläche ist bereits belebt – dann rücken auch Interessenten für Büro und Dienstleistung nach.“

Die Verkaufserlöse verteilen sich auf Wohnbauträger mit 53 Prozent und Gewerbeentwickler mit 17 Prozent. Auf Kommunen entfallen – zumeist für Gemeinbedarfsflächen – neun Prozent, auf Mieter und Eigennutzer sechs Prozent und auf sonstige Erwerber wie die Deutsche Bahn AG 15 Prozent. Kommunen waren häufig an kleinen Flächen interessiert: Etwa 45 Flächen mit insgesamt ca. 311.000 Quadratmetern wurden von Städten und Gemeinden erworben.

Insgesamt beläuft sich das Portfolio des Unternehmens nun bundesweit auf ca. 21 Millionen Quadratmeter Grundstücksflächen, aufgeteilt auf rund 1.200 Liegenschaften. Etwa 75 Prozent davon liegen in den Metropolregionen wie Hamburg, Rhein/Main, München, Nürnberg, Rhein-Ruhr oder Stuttgart. Über die Hälfte des Gesamtportfolios entfällt auf die beiden wirtschaftsstarken Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg.

aurelis treibt Schlüsselprojekte voran

Auch die Weiterentwicklung der Projekte des Unternehmens hin zur Marktreife und somit die Erhöhung der Werthaltigkeit stand 2009 im Fokus der Aktivitäten. Gemeinsam mit den Kommunen wurden zahlreiche Vereinbarungen getroffen und Verträge geschlossen, die in vielen Fällen die Voraussetzung für den Vertriebserfolg wurden oder eine wesentliche Grundlage für die baurechtliche Sicherung künftiger Vorhaben bildeten.

„Der Prozess vor dem eigentlichen Vertrieb ist oftmals entscheidend,“ betont Wieland. „Von den sorgfältigen Vorarbeiten hängt der langfristige Erfolg eines Projektes ab. Deshalb konzentrieren wir uns zunächst einmal darauf, den Standort zu analysieren und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Wir müssen als Grundstückseigentümer die Anforderungen der Stadt, die Marktnachfrage, die Gegebenheiten des Standortes sowie die inhaltlichen und wirtschaftlichen Interessen der Beteiligten im Rahmen des Planungsprozesses zusammenführen.“

So wurde für das Europaviertel West in Frankfurt am Main die sogenannte Planreife erwirkt. Der Satzungsbeschluss wird vor der Sommerpause 2010 erwartet. Damit besteht Rechtssicherheit für Verträge von aurelis mit Investoren. In der Folge konnte das Unternehmen das gesamte Quartier „In den Stadtgärten“ mit 46.000 Quadratmeter Grundstücksfläche an die P+B Europaviertel GmbH & Co. KG, Sankt Augustin, veräußern. Auf der Fläche ist eine hochwertige Wohnbebauung geplant. Die Stadt Frankfurt und aurelis schlossen außerdem städtebauliche Verträge für die Erschließung und zur Sicherung der sozialen Infrastruktur für den 670.000 Quadratmeter großen aurelis-Anteil des Europaviertels ab.

In Düsseldorf wurden für das Viertel Le Flair 38.600 Quadratmeter Bauland verkauft. Einen Teil der Fläche, die zur Gesamtentwicklung „Le Quartier Central“ in Derendorf gehört, erwarb die HOCHTIEF Projektentwicklung. Im Februar 2009 hatten aurelis und die Stadt Düsseldorf den städtebaulichen Vertrag unterzeichnet, der die Finanzierung und Entwicklung der Infrastrukturmaßnahmen sichert. Im Anschluss wurde mit der Gesamterschließung des 360.000 Quadratmeter großen Areals und der Anlage der Stadtgärten begonnen. Die Wohnbaufelder im „Quartier Central“ sind nun komplett veräußert.

Das Stadtquartier „Am Hirschgarten“ in München wurde mit einem eigenen S-Bahn-Halt ausgestattet, an dessen Planung und Durchführung aurelis sich beteiligte. Insgesamt verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr 25.500 Quadratmeter Grundstücksfläche des Quartiers. Hier stehen zur Vermarktung nun ebenfalls die Gewerbeflächen an, da die Wohnbauflächen in 2009 vollständig verkauft wurden.

Weitere Vorarbeiten zur Entwicklung der Standorte wurden zum Beispiel in Duisburg, Nürnberg und Freiburg vorangetrieben: Für das vornehmlich gewerblich genutzte Gebiet „Duisburger Freiheit“ stellten Stadt und aurelis den städtebaulichen Rahmenplan des Büros Foster + Partners vor. Die Planung, die neben Büronutzungen auch einen großen Grünbereich in der Mitte des Areals vorsieht, wird zurzeit weiterentwickelt. Mit der Vereinbarung des mittlerweile zweiten städtebaulichen Vertrags zwischen der Stadt Nürnberg und aurelis begannen die Planungen für ein Areal am nordwestlichen Innenstadtrand. Das Gelände soll zukünftig für Wohnen und Gewerbe genutzt werden. Für das hochwertige Freiburger Büroquartier „Gare du Nord“ unterzeichneten die Stadt und aurelis einen städtebaulichen Vertrag. Im ersten Quartal 2010 soll außerdem der Erschließungsvertrag für einen ersten Teilbebauungsplan unterzeichnet werden. Nächster Schritt wird der Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat im April 2010 sein. Damit wird der Weg frei gemacht für den Bau der Erschließung und die Entwicklung der ersten Baufelder.

Mietportfolio sichert Risikostreuung

aurelis erzielte 2009 mit durchschnittlich 4.500 Mietverträgen rund 92 Millionen Euro Nettomieterträge. Dies sei, so Wieland, besonders bemerkenswert, da im Jahr 2009 gleichzeitig Flächen von insgesamt über zwei Millionen Quadratmetern veräußert worden seien. Die entfallenden Volumina auch künftig auszugleichen, um den Miet-Cashflow stabil zu halten, ist ein wichtiges strategisches Ziel des Asset Managements von aurelis. Darüber hinaus ist es 2009 gelungen, auslaufende Mietverträge im Wert von rund fünf Millionen Euro durch Neu- und Anschlussvermietungen im Wert von nahezu sieben Millionen Euro zu überkompensieren.

Etwa 40 Prozent ihres Mietergebnisses erwirtschaftet aurelis mit der Deutschen Bahn und anderen Konzernen sowie ca. 60 Prozent mit mittelständischen Unternehmen, Einzelpersonen oder öffentlichen Institutionen.

30 Prozent der Mieterträge entfallen auf Bürovermietungen, zum Großteil an die Deutsche Bahn AG. 32 Prozent kommen aus Lager- und Logistiknutzungen – hier sind Speditionen sowie Eigennutzer vertreten. Die übrigen 38 Prozent verteilen sich auf Handel, industrielle Nutzungen, Infrastrukturbetriebe, Parkraumbewirtschaftung und andere Nutzer.

Joachim Wieland: „Unser Ziel ist es, diese Streuung aufrecht zu erhalten, um die Auswirkungen von konjunkturellen Zyklen einzelner Nutzungen oder Branchen weitgehend zu reduzieren und den Miet-Cashflow stabil zu halten. Für unsere Premium-Mieter mit sehr langfristigen Mietverträgen wie die Deutsche Bahn AG entwickeln wir Konzepte zur Mieterzufriedenheit und -bindung.“

52 Prozent der Mieteinnahmen fließen aus ca. 3,9 Millionen Quadratmeter Freiflächen und 48 Prozent aus ca. 0,8 Millionen Quadratmeter (Nutzfläche) Gebäudevermietungen. Der Leerstand beträgt etwa 1,2 Millionen Quadratmeter und biete erhebliches Potenzial, so Wieland. Bei der derzeitigen Nutzungssituation der Grundstücke stellt der vermietbare Leerstand eine Quote von knapp 13 Prozent dar.

aurelis erhob für ihre Flächen im Januar 2010 einen durchschnittlichen Mietzins von 0,71 Euro netto pro Quadratmeter Freifläche und für Gebäude einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4,15 Euro netto.

Seit Anfang 2009 betreut die HOCHTIEF Property Management GmbH bundesweit die Liegenschaften von aurelis. Das Unternehmen hat sich in einem offenen Wettbewerb mit einem innovativen Vertragsmodell durchgesetzt, das die Vergütung an klar messbaren Leistungskriterien orientiert.

Investitionen ins Portfolio

Das Unternehmen hat im Jahr 2009 rund 46 Millionen Euro in die Aufwertung ihres Portfolios investiert. Darunter fallen Aufwendungen für die Verkehrserschließung der Entwicklungsprojekte, die Beteiligung an sozialer Infrastruktur sowie die Revitalisierung eigener Bestandsobjekte.

Zu den Bestandsobjekten gehört beispielsweise das 8.300 Quadratmeter große, denkmalgeschützte Gebäude-Ensemble am Alten Zollhof in Freiburg, bestehend aus einem Gründerzeit-Kopfbau und zwei ehemaligen Güterhallen, das mit ei


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beschreibung
aurelis ist ein Immobilienunternehmen, das auf zwei starken Säulen ruht:

- Ein umfangreiches Landentwicklungsportfolio mit viel Potenzial für Wertsteigerung
- Ein diversifiziertes Mietportfolio

aurelis verfügt insgesamt über rund 24 Millionen Quadratmeter ehemaliger Bahnflächen, aufgeteilt auf rund 1.300 Liegenschaften. Das Unternehmen ist bundesweit mit großen, innenstadtnahen Arealen vertreten. Rund 70 Prozent davon liegen in Metropolregionen und wirtschaftlich interessanten Ballungszentren, zum Beispiel Hamburg, Berlin, Hannover, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart, Nürnberg und München. Damit bietet sich Investoren und Bauträgern die Chance, reizvolle städtebauliche Freiräume für urbane Entwicklungsprojekte zu nutzen. aurelis schafft dafür die Voraussetzungen:
Sie entwickelt die Areale in Kooperation mit den Kommunen bis Planungsrecht besteht und die Flächen baureif sind, um sie anschließend zu veräußern.

Darüber hinaus managt das Unternehmen ein vielseitiges Angebot an Mietobjekten - von Hallen über Büro- und Geschäftsgebäude bis zu Freiflächen. Das Vermietungsgeschäft bildet eine solide Basis des Unternehmens. Die diversifizierte Struktur des Portfolios vom Konzern bis zum Einzelunternehmer und die Verteilung auf viele verschiedene Branchen sorgt für eine breite Risikostreuung. Revitalisierungsprojekte, die aurelis in Abstimmung mit späteren Nutzern realisiert, werten das Portfolio nachhaltig auf.

Die Gesellschaftsanteile von aurelis werden von einem Konsortium aus HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH und Redwood Grove International (jeweils 50 Prozent) gehalten.

Flächendeckend vorhanden

Als deutschlandweit tätiger Flächenentwickler ist aurelis an allen großen Projektstandorten vertreten. Mit Büros in Hamburg, Duisburg, Eschborn (bei Frankfurt/Main) und München sowie in Berlin und Nürnberg arbeitet aurelis mit den Beteiligten vor Ort eng und konstruktiv zusammen. Dabei versteht sich das Unternehmen als Partner von Kommunen und Investoren gleichermaßen und bindet in die gemeinsamen Projekte renommierte Experten aus Forschung, Stadtplanung und Architektur ein.

Das Regionalbüro Nord von aurelis mit Sitz in Hamburg betreut Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Thüringen und Berlin. Das Regionalbüro West mit Sitz in Duisburg ist für Nordrhein-Westfalen zuständig. Die Region Mitte mit Sitz in Eschborn (bei Frankfurt/Main) verantwortet die Bundesländer Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die Region Süd mit Sitz in München und Nürnberg betreut alle Projekte in Bayern.

aurelis beschäftigt rund 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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